Weiße Bohnen Chilenisch

Poroto granado – so heisst dieser traditionelle Eintopf, der aus der chilenischen Sommerküche nicht wegzudenken ist – auch wenn man meinen mag, dass ein heißer Eintopf bei 30 Grad doch eher die Schweißperlen ins Gesicht treibt. Da er sich auch bestens im deutschen Spätsommer zubereiten lässt, hat er sich seinen Platz in der Klimaküche verdient. Die Saison für dieses Gericht lässt sich bei uns vom Spätsommer – mit dem frischem Mais und den gereiften Tomaten und Kürbissen durch die eingekochten Tomaten und Mais bis Ende des Winters verlängern. In Chile verwendet man Borlotti Bohnen oder Cranberrybohnen, die dort im Sommer frisch auf den Märkten erhältlich sind. Hier haben wir sie durch kleine weiße Bohnen ersetzt.

Das Rezept:
2-3 rote Zwiebeln und 2-3 Tomaten in kleine Stücke schneiden, zwei Knoblauchzehen raspeln und einen großen Bund Basilikum hacken. Die Zwiebeln kurz in Öl anbraten und dann Tomaten, Basilikum und Knoblauch hinzugeben. Nun befreit man die Bohnen aus dem Wasser, in dem sie die Nacht verbrachten, gibt sie in den Topf und gießt sie mit Wasser auf. Alles zusammen wird nun ein bis eineinhalb Stunden gekocht. Parallel wird ein Hokkaido in Stückchen geschnitten. Auch hier gilt: im Prinzip geht jeder andere schmackhafte Kürbis. Der Kürbis sollte nach spätestens 30 Minuten zu den Bohnen gegeben werden und kocht dann mit. In Chile raspelt man frische Maiskolben und gibt sie mit dem Kürbis hinzu. Wir nehmen im Winter zwei Gläser Mais, sie werden in ihrem Saft püriert und zur kochenden Suppe gegeben, wenn Bohnen und Kürbis gar sind. Zuletzt wird der Eintopf mit Salz abgeschmeckt. Die Menge des Wassers hängt davon ab, ob man eine sämigere oder flüssigere Konsistenz bevorzugt. Man serviert den Eintopf mit einem würzigen Topping: dem Pebre, das wir hier bereits vorgestellt haben.